Naturkundlicher Spaziergang in den Thürer Wiesen
Donnerstag, 4. Juni 2025 (Fronleichnam) um 7 Uhr morgens
Andreas Frey und Heidrun Burk-Böhnlein laden zu einem naturkundlichen Spaziergang in den Thürer Wiesen ein. Wir treffen uns wie letztes Jahr am Fronleichnam -4. Juni- am
Parkplatz am großen (alten) Teich, dieses Mal schon um 7 Uhr morgens, um den Besuchermassen auszuweichen. Alle Teilnehmer/innen sind zur
Beobachtung aufgerufen. Wir erstellen wieder eine Liste der gesichteten und gehörten Arten und vergleichen sie mit der im letzten Jahr.
Wir freuen uns auf Eure/Ihre Teilnahme!
Andreas Frey und Heidrun Burk-Böhnlein
Treffpunkt: Parkplatz in der Nähe des großen Teichs am Beginn der Thürer Wiesen (Link Google Maps)
Eine Anmeldung ist nicht notwendig!
Offener Stammtisch
Donnerstag, 18. Juni 2026 — 18:30 Uhr
Die NABU-Gruppe Osteifel trifft sich zum gemütlichen Beisammensein. Neumitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen.
Der offene Stammtisch findet in der Regel an jedem dritten Donnerstag im Monat statt.
(weitere Termine sind: 16.07.2026, 20.08.2026)
ab 18:30 Uhr, Ristorante "La Piazza" Am Brückentor 21, Mayen
Haben Sie Fragen rund um Vögel, andere Tiere, Pflanzen oder sonstige Themen im Natur- und Umweltschutz?
Telefon: 030 / 284 984 6000
Montag bis Freitag: 9 bis 16 Uhr
Freitag, 08.05.2026
Insektenexkursion
Am Nachmittag des 8. Mai traf sich eine Gruppe von NABU-Mitgliedern an der Elztalhalle in Kehrig mit der Wildbienenbotschafterin Iris Fuhrmann. Das Wetter war günstig, um sich auf die Spur von Wildbienen und anderen Insekten zu begeben. Frau Fuhrmann sprach zunächst über den bedrohlichen Rückgang der Insekten und die Bedeutung von jedem Quadratmeter mit insektenfreundlichen Pflanzen für ihren Erhalt. Wir begannen mit der Inspektion einer vom Verein „Kehrig summt“ angelegten Fläche, in der wir einige Hummeln, z.B. die Ackerhummel, beobachten konnten. Danach sahen wir verschiedene Sandbienen in einem dafür gebauten Areal. Bei einem Spaziergang durch die Felder fanden wir noch weiter Arten wie die Blutwespe, den Brennnesselzünsler, die Steinhummel und verschiedene Schlupfwespen. Becherlupen halfen bei der Bestimmung der Tiere, was auch für das anwesende Kind eine spannende Erfahrung war. Die zwei Stunden aufmerksamer Suche wurden aber auch zum gegenseitigen Austausch über die Erfahrungen mit dem Insektenschutz genutzt.
Alle Teilnehmer/innen waren am Ende einig, dass es eine erfolgreiche und lehrreiche Exkursion war, die wir im nächsten Jahr wiederholen sollten.
Bilder: Heidrun Burk-Böhnlein und Marcus Hüsgen | Text: Heidrun Burk-Böhnlein
Dienstag, 21.04.2026
Vortrag über die Thürer Wiesen
Am 21. April erwartete die naturinteressierten Gäste im Haus der Pfarrgemeinde in Thür ein spannender Abend. Herr Leo Oster vom Kultur- und Verschönerungsverein Thür sowie Sabine Schillinger und Werner Adams vom NABU Osteifel hatten zu einem Vortrag über das direkt vor der Tür liegende Naturschutzgebiet eingeladen.
Zunächst gab Herr Oster einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Thürer Wiesen. Da das Gebiet trotz Trockenlegung für die Landwirtschaft immer nutzloser wurde, erkannte insbesondere der NABU seinen großen Wert für die Natur und begann Flächen zu pachten und zu kaufen. 1987 wurden ca 40 ha von der Bezirksregierung unter Schutz gestellt. Seitdem entwickelten sich die Wiesen stetig weiter zu einem wichtigen Feuchtgebiet, einem Rückzugsort für viele bedrohte Arten.
Danach begrüßte Frau Sabine Schillinger die Anwesenden und sprach über die große Freude und Bereicherung, die Erfahrungen und Beobachtungen in der Natur vermitteln können. Frau Schillinger war für den technischen Teil des Bildvortrags verantwortlich.
Anschließend erklärte Herr Werner Adams, der den Vortrag hielt, weshalb Vögel als Bio-Indikatoren so wichtig sind. Auch in den Thürer Wiesen geht ihre Anzahl zurück, denn kleine Naturschutzgebiete allein können den Bestand der Arten nicht garantieren. 55% aller Vögel sind gefährdet. Herr Adams wies darauf hin, dass wir alle in der Gestaltung unserer Gärten, Balkone und Gemeindeflächen gefragt sind, zum Erhalt der Biodiversität beizutragen. Bevor er mit dem Bildervortrag begann, nannte er ein paar Zahlen: In Deutschland sind 300 unterschiedliche Arten von Brutvögeln beheimatet, in Rheinland-Pfalz sind es 200. In den Thürer Wiesen wurden bisher 163 bis 170 verschiedene Vogelarten gesichtet, davon sind 64 Arten potenzielle Brutvögel.
Danach zeigte Herr Adams Fotos von über 100 verschiedenen Vogelarten, die alle in den Thürer Wiesen oder in der direkten Umgebung gemacht wurden.
Der Bildvortrag orientierte sich in seiner Gliederung im Wesentlichen an den Vogelfamilien. Er begann mit den Reihern und führte über Greifvögel, Eulen, viele Singvogelfamilien, Spechte, Tauben, Kuckuck, Störche bis hin zu den zahlreichen Vertretern der Wasservögel. Dabei bestach jedes Foto durch seine Qualität und Lebendigkeit, so dass die Zuschauer mit Begeisterung dabeiblieben, zumal Herr Adams den Vortrag mit vielen anschaulichen Erklärungen und Erlebnissen bereicherte.
Die Artenvielfalt war frappierend. Auch viele seltene Arten wie z.B. Seidenreiher, Wanderfalke, Schlangenadler, Schwarzkehlchen, Turteltaube, Kampfläufer, Flußregenpfeifer, Sterntaucher und Krickente wurden von den fachkundigen Augen Herrn Adams gesichtet. Aber auch bekannte Arten, an denen sich viele Besucher der Thürer Wiesen erfreuen, wie z.B. der Schwarzmilan, Weißstorch, Grünfink, Buntspecht, Teichrohrsänger und das Teichhuhn wurden gezeigt, um nur einige zu nennen.
Herr Adams schloss seinen Vortrag, indem er unsere besondere Verantwortung als Menschen für die Erhaltung der Arten betonte. Herr Oster und Frau Schillinger bedankten sich bei den Gästen für ihr Kommen und die gespannte Aufmerksamkeit sowie bei Herrn Adams für den sehr interessanten Vortrag.
Bilder: Leo Oster, Marcus Hüsgen | Text: Heidrun Burk-Böhnlein
Freitag, 27.03.2026
Baum des Jahres in Welling gepflanzt
Mitglieder des NABU Osteifel pflanzten eine Zitterpappel Populus tremula, die in diesem Jahr zum Baum des Jahres gekürt wurde. Es ist ein auffälliger
Laubbaum, dessen Besonderheit die tanzenden Blätter sind. Sechzig verschiedene Schmetterlingsarten nutzen ihre Blätter und Blüten als Futterquelle. Spechte zimmern Höhlen in das weiche
Holz.
Bei der Pflanzaktion dabei waren: Heidrun Burk-Böhnlein (Vorsitzende), Markus Regolot (Kassenwart), Jörg Mittler (Beisitzer) und Wolfgang Seul (Gärtnermeister und NABU Mitglied Osteifel). Als
sehr positiv bewerteten die Akteure den zunehmenden Baumbestand in Welling.
Bilder und Text: Wolfgang Seul

Samstag, 14.03.2026
NABU Osteifel e.V.: Neuwahl des Vorstands
Im März fand die jährliche Mitgliederversammlung des NABU Osteifel statt, die dieses Mal sehr zahlreich besucht wurde. Veranstaltungsort war das Hotel Moselblick in Winningen.
Das Programm war umfangreich. Nachdem der Jahresrückblick auf 2025 mit zahlreichen Aktionen wie z.B. der Batnight im August erfolgt und der Finanz- und Kassenbericht präsentiert waren, erfolgte
ein lebhafter Austausch unter den Anwesenden zu den dargestellten Informationen.
Eine Pause mit Kaffee und Kuchen stärkte für die langwierigen Wahlen danach. Zunächst ging es um den engeren Vorstand. Nach der Vorstellung der Kandidaten wurde Heidrun Burk-Böhnlein zur
Vorsitzenden und Marcus Hüsgen zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neuer Kassenwart ist Markus Regolot und Iris Kursawe nahm die Wahl zur Schriftführerin an.
Anschließend stellten sich die Kandidaten und Kandidatinnen für das Amt der Beisitzer/innen vor, deren Zahl im Prinzip unbegrenzt ist. Außerdem haben alle Beisitzer volles Stimmrecht bei den
Entscheidungen des Vorstands. Zuletzt erhielten folgende Personen die erforderliche Stimmenmehrheit: Heike Dahm-Rulf, Uschi Daun, Claudia Drefs-Olszewski, Anke Kuchar, Heinz-Werner Lunnebach,
Jörg Mittler, Hubert Schmitt, Hans-Jürgen Schneider und Ursel Westphalen. Der Vorstand ist somit insgesamt auf 13 Personen angewachsen.
Da die Zeit inzwischen sehr fortgeschritten war, konnte nur noch ein sehr verkürzter Ausblick auf das Jahr 2026 gegeben werden.
Die Stimmung im neuen Vorstand ist gut. Das ist nötig, um mit Hoffnung und Zuversicht den zunehmenden Herausforderungen für den Naturschutz in den nächsten Jahren zu begegnen.
Bild: NABU Osteifel Text: Heidrun Burk-Böhnlein
Hier verlinken wir aktuell interessante Dokumentationen und sonstige Beiträge.
SWR2 Wissen
Hecken – Unterschätzte Klimaretter und Biotope
In Hecken sehen viele nur Gestrüpp. Dabei sind die wilden Gewächse gut für Klima, Artenschutz und Landwirtschaft – und ihre Früchte schmecken auch.